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Durch Wärmedämmung Energie sparen

Steigende Energiekosten sind unter anderem ein Grund, dass das Thema Wärmedämmung immer mehr in den Fokus der Bau- und Immobilienbranche rückt. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt darüber hinaus bautechnische Standardanforderungen vor. Nach der EnEV macht es jedoch einen Unterschied, ob es sich um einen Neubau oder um ein bereits bestehendes Gebäude handelt. Trotzdem müssen in beiden Fällen, die in der EnEV geregelten Höchstwerte des Primärenergiebedarfs eingehalten werden. Eine hochwertige Wärmedämmung ist zum Beispiel eine erste gute Maßnahme, den Energiebedarf eines Hauses gezielt zu reduzieren. Eine entsprechende Dämmschicht hat die Aufgabe, den Durchgang der aufwendig und teuer erzeugten Wärmeenergie durch die Gebäudehülle von innen nach außen zu senken. Um eine Wärmedämmung wirkungsvoll zu gestalten, sollten wichtige bauphysikalische Kennwerte und Parameter strikt beachtet werden. Grundsätzlich wird zwischen einer Wärmedämmung für das Dach, sowie einer Dämmung für die Fassade unterschieden.

Das Wirkprinzip einer Wärmedämmung

Eine gute Wärmedämmung soll den Wärmeverlust über die Außenwand beziehungsweise über das Dach maßgeblich verringern. Dieser Verlustfaktor wird in Fachkreisen auch als sogenannter Transmissionswärmeverlust bezeichnet. Dieser Widerstand kann durch verschiedene Dämmstoffe erzeugt werden. Der kleinteilige Einschluss von Gas oder sogar Vakuum innerhalb einer festen Materialstruktur stellt dabei das Wirkprinzip einer Wärmedämmung dar. Diese spezifischen Materialeigenschaften weisen zum Beispiel Mineralfasern wie Stein- und Glaswolle, mineralische Schäume wie Schaumglas und Porenbeton, Zellulose, Naturfasern, künstliche Schäume wie Resolschaum, Polystyrol, Polyethylen und Polyurethan oder Naturfasern vor.

Die wichtigsten bauphysikalischen Kennwerte und Parameter beim Thema Wärmedämmung

Um eine Wärmedämmung in technischer Hinsicht beschreiben zu können, sind sogenannte Kennwerte notwendig. Die wichtigsten bauphysikalischen Kennwerte sind der Wärmedurchgangskoeffizient, die Wärmeleitfähigkeit sowie der Wärmedurchgangskoeffizient. Der Wärmedurchgangskoeffizient findet auch als U-Wert Bezeichnung und definiert die Wärmedämmfähigkeit eines ganzen Bauteils wie zum Beispiel einer Außenwand. Ein kleiner Wert spricht für eine gute Dämmung und einen niedrigen Wärmeverlust. Die Wärmeleitfähigkeit bezieht sich auf die Eigenschaften des Materials, aus der das Wärmedämmelement besteht. Auch hier spricht ein kleiner Wert für einen niedrigen Wärmeverlust. Der Wärmedurchlasskoeffizient ist der Kehrwert des sogenannten Wärmedurchlasswiderstands. Der Wärmedurchlasswiderstand beschreibt die Relation zwischen der Bauteildicke und der Wärmeleitfähigkeit. Ein hoher Wärmedurchlasswiderstand und damit ein niedriger Wärmedurchlasskoeffizient gilt als Garant für gute Dämmeigenschaften.

Wärmedämmung für das Dach

Da die Wärme innen im Haus von unten nach oben steigt, gilt die Dachdämmung auch bei nicht ausgebautem Dach als besonders wichtig. Unterschieden wird, ob es sich um eine Dämmung der Dachschräge oder um die Dämmung eines Flachdachs handelt. Beim schrägen Dach kann die Dämmung innen als Untersparrendämmung oder als Aufsparrendämmung verlegt werden. Die Untersparrendämmung kann besonders leicht nachträglich mit gängigen Dämmstoffen durchgeführt werden. Gerade bei einem Neubau ist jedoch die Aufsparrendämmung eine gute Alternative, da Wärmebrücken gezielter ausgeschaltet werden können und wertvoller Platz im Innenraum geschaffen werden kann. Eine typische Aufsparrendämmung besteht aus Polyurethan- oder Holzweichfaserplatten. Bei einem flachen Dach gestaltet sich die Dämmung etwas schwieriger und sollte im Zweifelsfall immer mit einem Energieberater geplant werden.

Wärmedämmung für die Außenwand und für die Fassade

Auch die Fassade und die gesamte Außenwand tragen zu einem hohen Wärmeverlust von innen nach außen bei. Neben wärmeisolierten Fenstern bietet sich vor allem die Dämmung an der äußeren Seite der Außenwand an. Eine Dämmung innen lässt sich aufgrund von Wärmebrücken oft nur schwer zu bewerkstelligen. Die nachträgliche Dämmung der Fassade bietet sich zum Beispiel im Rahmen von Instandhaltungsmaßnahmen wie das Verputzen an.

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